Fachartikel: Gibt es einen prototypischen Plan in und nach der Krise!?!

Was ist gefragt bei Kund:innen heute und in Zukunft? Müssen Unternehmen ihr Marketing neu ausrichten? Wie geht das?

Kurzer Rückblick auf die Krisenzeit:

Am Anfang der Corona-Krise gab es Unternehmen, die gerade auf Grundlage der Coronasituation Kunden gewinnen konnten und einige Branchen haben auch langfristig von der Krise profitiert. In vielen anderen Bereichen jedoch sind Kund:innen weggeblieben und Geschäfte konnten nicht oder nur sehr eingeschränkt öffnen.

Mit der Zeit sind neue Ideen entstanden. Produkte wurden online, im Versand oder To-Go angeboten werden. Manche haben kurzfristig umgestellt, andere nur verhalten geworben, doch in vielen Bereichen haben sich Veränderungen etabliert. Auch bei den Konsumenten ist Veränderung entstanden, z.B. haben sich viel mehr Menschen an die Onlinenutzung von Angeboten heran gewagt als es vor der Krise denkbar gewesen wäre.

Was kommt jetzt? Neue Herausforderungen warten: Wir, Unternehmen und Einzelne, müssen weiter umdenken, alte und neuen Ansprüche von Kund:innen erkennen, Angebote ggf. neu denken, Marketing neu gestalten.

Es ist Zeit an wichtige Fragen heranzugehen:

  • Was ist gefragt bei Kund:innen heute und in Zukunft?
  • Wie stellen sich Unternehmen / Selbständige am besten auf?
  • Welche „Umwelt“-Einflüsse müssen künftig in die Planung miteingezogen werden?

Was ist gefragt bei Kund:innen heute und in Zukunft?

Übung: Der Kunde ist lebensgroß

Die folgende Übung ist ganz praktisch gemeint. Für die Entwicklung neuer Angebote gehen wir einen Moment weg vom eigenen Denken und hin zur Situation der Kund:innen. Sie stellen sich also eine ganz konkrete Person vor!

  • Wie heißt die Person (Name erfinden)?
  • Wie alt ist sie?
  • In welcher konkreten Lebenssituation (Familienstand, Arbeit, Wohnen,…) befindet sie sich gerade?
  • Welche Ziele und Wünsche hat die Person?
  • Mit welchen konkreten Herausforderungen kämpft sie gerade?
  • Was ist ihr aktuell größtes Problem?

Am besten Sie zeichnen sich ihren prototypischen Zielkunden. Schreiben Sie alles, was sie über die Person „wissen“ mit auf.

An dieser Stelle könnte auch ein Ehemann oder eine Freundin mit einem angeklebten Namensschild in einem kleinen Schauspiels die Rolle als Kund:in übernehmen. Lassen Sie die Person von sich erzählen und fragen Sie:

  • Was beschäftigt sie im Moment?
  • Was wünscht sie sich von Produkten / Angeboten / Unternehmen?

Hören Sie zu und präsentieren Sie vielleicht auch mögliche Produkt-Ideen. Lassen Sie sich ein Feedback geben! Das ist Ihr Mini-Markttest auf kleinster Ebene.

Genauso können Sie vorgehen, um mehr über das Medien- und Kommunikationsverhalten der Kund:innen zu erfahren:

  • Was ist wichtig in der Kommunikation?
  • Welche Medien nutzt er / sie?
  • Wie informiert er / sie sich?
  • Wer beeinflusst noch Entscheidungen?

Mit dieser (Persona-)Methode finden Sie Ansatzpunkte für die Neuentwicklung von Produkten und Stellschrauben für Ihr künftiges Marketing.

Fazit

Meine Erfahrung ist, dass Sie mit diesem Vorgehen den Kundennutzen Ihrer bestehenden Produkte und Leistungen auf den Prüfstand stellen können und Anhaltspunkte für ganz neue, kundenbedürfnisorientierte Angebote erhalten.

Den einen prototyptischen Plan, das eine erfolgreiche Produkt gibt es nicht. Jedoch Methoden zum Vorgehen, die gerade jetzt helfen, neue, ganz eigene Wege zu finden.

Einfach anfangen? Ja, mit Denken!

Gerne auch mit mir.

zur Organisationsberatung
zur Marketingberatung

Wenn Sie Fragen zum Artikel habe oder mir Ihre Gedanken und Erfahrungen teilen möchten, schreiben Sie mir. Ich freue mich auf Sie! Kontakt